Amba TV – Yogastunde Mittelstufe #02

Hier kommt die neuste Yogastunde mit Ambika – diesmal nur mit Ton, dafür aber 80 Minuten Mittelstunden-Power mit vielen Drehungen.

Amba TV – Yogastunde Mittesltufe #02

Die Yogastunde baut auf der Grundreihe auf. Der Schwerpunkt liegt auf Drehungen. Sie umfasst eine Anfangsentspannung, sanfte Atemübungen u.a. die Wechselatmung, den Gruß an die Sonne, die Asanareihe und eine längere Entspannungsanleitung am Schluss. Bei den Asanas werden viele der Übungen in einer gedrehten Variante angesagt, z.B. eine gedrehte Vorwärtsbeuge und eine gedrehte Kobra. So wird die Wirbelsäule beweglich und gleichzeitig werden die Muskeln der Körpermitte gestärkt. Die Köperwahrnehmung wird verbessert und die Übende kann kraftvoll aus der Mitte heraus handeln.

Amba TV – Sanfte Yogastunde #01

Jetzt neu auf Youtube: Amba TV
Hier im Blog und regelmäßig auf Youtube wird es Yogastunden von und mit Ambika und Katharina geben. Schaut rein und viel Spaß!

Amba TV – Sanfte Yogastunde #01

Nach der Begrüßung durch Ambika und Katharina beginnt die Stunde mit einer kurzen Entspannung. In einer Sitzposition wird die Wechselatmung praktiziert, um den Geist zur Ruhe zu bringen. Im Stand folgt der Sonnengruß, der schwungvoll den Kreislauf aktiviert. In der Rückenlage geht es weiter mit der Schulterbrücke, die die Kraft des Rückens stärk. Die folgende Drehübung gibt Beweglichkeit. Die Mühlsteinübung und die Vorbeuge aktivieren und dehnen die Körperrückseite. Vom Vierfüßler aus wird die Wirbelsäule mit der Katzenrückenübung bewegt und mit dem Heben von Armen und Beinen die Rückenmuskulatur aktiviert, ebenso in der anschließenden Kobra. In der Stellung des Kindes erhalten die Rückenmuskeln wieder angenehme Länge. Der Drehsitz beschließt die Reihe der Übungen. Mit einer Schlussentspannung, bestehend aus Techniken der Progressiven Muskelentspannung und geistiger Vorstellung, können alle geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen. Körper und Geist können in der Entspannung regenerieren.

„Morgen mache ich den Yogakurs …

… wenn noch ein Platz im Kurs frei ist. Aber nicht mittwochs, da bin ich im Chor und donnerstags hat die Tochter Ballett und montags mein Mann sein Basketballtraining. Dienstag ist gut, aber nicht so spät, wenn ich erst zu Hause auf dem Sofa sitze, dann kann ich mich auch nicht mehr aufraffen, das weiß ich genau und nicht zu früh, sonst schaffe ich es nicht vom Büro. Und eine Yogamatte muss ich mir noch kaufen und eine Hose, da gibt es doch so tolle ….“

Diese Aufschieberitis, das kennt man von sich selbst, von der Freundin, den Kollegen. Das ist halt so, menschlich eben. Wenn es ganz schlimm wird, dann nennen es die Psychologen „Prokrastination“, klingt wie eine Krankheit und kann auch eine sein. Aber meist ist ja nicht sooo schlimm. Meistens sind die Gründe ja alle wichtig und richtig! Als Yogalehrerin erfahre ich diese wichtigen Gründe mehrfach täglich. Und manchmal erscheint es fast wie ein Wunder, dass die Kurse sich füllen und dann alle auf der Matte liegen. Wow!
Die Yogameister kannten das natürlich auch und manchmal waren sie dann gar nicht einfühlsam, sondern ganz schön direkt. Von Swami Vishnu-devananda, einem außergewöhnlichen Yogameister, der 1957 in den Westen kam, berichten sein Schüler, dass er oft die Anweisung gab: „DIN“. Was nichts mit der „Deutschen Industrie Norm“ zu tun hat, sondern es steht für „Do It Now“- „Tu es jetzt“. Und Swami Vishnu muss zudem ein außergewöhnlich ungeduldiger Meister gewesen sein, eine andere Anweisung hieß: „DIY“, „Do It Yesterday“ – „Tu es gestern“, so dass seine Schüler lieber vermieden zu fragen, wann etwas fertig werden sollte. Wenn etwas „gestern“ fertig werden soll, ist das nicht die einfachste Zeitvorgabe.

Die Aufschieberitis muss schon vor circa 2.000 Jahren bekannt gewesen sein, denn einer der klassischen und im Westen bekanntesten Yogatexte beginnt: „Atha yoganushasanam“ – „ Jetzt wird Yoga erklärt“. Jetzt – „atha“, nicht irgendwann! So beginnt das Yoga Sutra, der Leitfaden des Yoga. Geschrieben von Patanjali, von dem man sonst eigentlich nichts weiß außer, dass er zwischen 600 Jahre vor bis 200 Jahre nach Beginn unserer Zeitrechnung gelebt haben muss. Was die Yogaschüler wohl damals als ganz, ganz wichtigen Grund anführten, wenn sie mal wieder nicht kommen konnten? Zurück zu Swami Vishnu-devananda. Der hatte noch einen Spruch: „MYOB“ – „Mind Your Own Business“ – „Kümmer dich um deinen Kram.“ OK, dass mach ich dann jetzt mal. Ich schnapp mir noch mal das Yoga Sutra, das kann man mehr als einmal lesen und zwar atha – jetzt!

Der Buch zum Yoga Sutra von Sukadev Bretz, dem Gründer von Yoga Vidya, ist wirklich gut zu lesen. Orientiert sich am Originaltext , ist aber ganz lebenspraktisch erklärt und Sukadev schildert viele Beispiele aus seinem Leben mit Swami Vishnu-devananda, dessen Schüler er zwölf Jahre lang war.
Sukadev Volker Bretz: „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“, Verlag Via Nova.

Mehr zu Swami Vishnu-devananda erfährt man aus dem Buch „ Der Yogi“. Eine Sammlung von Erlebnissen seiner Schüler mit ihm. Gopala Krishna: „Der Yogi. Portraits von Swami Vishnu-devananda“, Yoga Vidya Verlag.